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Sommer Feeling in Berlin

Sommer, Sonne, Palmen, feine Sandstrände, Strandkörbe, kreischende Möven und das alles vor der Haustür. Urlaub an der Spree, mitten in Berlin. Jede Menge Spaß an den Großstadtufern - Oasen der Entspannung im Großstadtschungel. Die Sonne brennt auf der Haut, der Sand kitzelt zwischen den Zehen und in der Hand hält man einen kühlen Cocktail - das klingt nach einem perfekten Sommertag im Süden. Doch man muss nicht nach Mallorca oder Ibiza fliegen, wenn man dieses Gefühl erleben möchte: Die Berliner Strandbars entführen ihre Besucher mit Strandkörben oder Liegestühlen, mit Palmen und entspannter Musik wenigstens gefühlsmäßig in sonnige Gefilde und verwandeln so ganz profane Orte in eine romantische Urlaubslandschaft. Viele Lkw-Ladungen Sand werden dafür, meist von der Nord- und der Ostsee herangekarrt.

In Berlin leben zur Zeit ca. 3,4 Millioen Menschen und fühlen sich pudelwohl. Das Schöne hier, man ist locker. Nach Büroschluß in den Biergarten, dann in die Oper - auch ohne passendes Outfit - und danach an die Strandbar. Wo? Na an der Spree im Monbijoupark oder anderswo - es gibt sie überall in Berlin.

Die Wucht packt der Berliner in Tüten, die Luft in Dosen. Der Tourist kann sie portionsweise am Kioks erstehen, fest verschlossen in einer Büchse. Nimmt er zu diesem originellen Souvenir noch eine Berliner Tageszeitung dazu, kann er lesen, wie es um den besonderen Duft gerade bestellt ist.

Die "Berliner Küche" ist eher schlicht. Im kargen Preußen aß auch der Bürger die Kost der kleinen Leute: Spitzbein, Blutwurst oder Rouladen aus Heringen, die berühmten Rollmöpse. Die "jut jebratene Jans" zu Weihnachten galt als kulinarischer Höhepunkt. Heute gibt es natürlich auch in Berlin alles, was Herz und Magen begehrt, vom feinsten Gourmet-Treff bis zur Indischen Imbisstube. Und - beliebt bei alt und jung - die Currywurst. Sie gilt als echte Spezialität: Es heißt, Herta Heuwer habe die Bratwurst am 4. September 1949 zu erstenmal mit der typischen Mischung aus Ketschup, Worcestersauce, Paprika und Curry übergossen. Dies geschah in Ihrer Wurstbude am Stuttgarter Platz, damals Zentrum der Warenschieber und ein heißes Pflaster. Die Bockwurst, ebenfalls ortstypisch, soll übrigens vom Fleischermeister Bock um 1830 erfunden und an die Handwerksgesellen verkauft worden sein, die ihren Blauen Montag feierten.

Berlin gehört zu den grünsten und wasserreichsten Städten der Welt, hat mehr Brücken als Venedig und obendrein feinste Sandstrände wie am Meer.