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Palma de Mallorca

Die Hauptstadt von Mallorca. Palma ist so sehr die wichtigste Stadt, dass sie von den Mallorquinern einfach nur noch Ciutat (Stadt) genannt wird. Aufgrund des Einflusses der italienischen Renaissance erlangte die Stadt ihren alten, römischen Namen Palma zurück und bis heute lebt die Stadt mit diesen zwei Bezeichnungen. Ausgang, geschätzte Brücke der Inselbewohner zur Außenwelt  und gleichzeitig der Ort, wo die Nachrichten und Menschen ankommen, der Punkt der Vereinigung mit dieser Welt draußen, die manchmal so weit entfernt zu sein scheint.

Die Bucht von Palma wurde in der Vergangenheit sehr geschätzt und deshalb gründeten die Römer hier eine Siedlung. Danach kamen die Wandalen und Byzantiner und schließlich erweiterten die Araber die Siedlung und machten aus ihr diesen wundervollen Garten, der Jaume I (Jakob I.), den Eroberer, die Worte aussprechen ließ, dass Medina Mayarqa die schönste Stadt wäre, die seine Augen jemals gesehen hätten. Ciutat sah Könige kommen und gehen, sah Händler beladen mit Gold und phantastischen Geschichten vorbeiziehen, bis schließlich wieder ein anderer, berühmter Besucher, Kaiser Karl V., voller Bewunderung vor den Mauern der Stadt stand. Und so vergingen die Jahrhunderte und hinterließen ihre Spuren in dieser tausendjährigen Stadt, einst Siedlung der Römer, einstige Hauptstadt des Reiches und heute eine europäische Metropole.   Wenn man per Schiff oder per Flugzeug in die Stadt kommt, heben sich zwei Gebäude ab, La Seu (die Kathedrale) und die Burg Bellver.    

Die Kathedrale La Seu beherrscht die Bucht von Palma und ist das Gebäude, auf das der Begriff Wahrzeichen am ehesten passt. Der Grundriss der Kathedrale ist rechteckig und sie besitzt drei Kirchenschiffe. Außer beeindruckenden gotischen und barocken Kunstwerken befindet sich in ihrem Innern auch eine mächtige Votivlampe, die von dem Architekten Antoni Gaudi stammt, und eine geschmückte Kapelle, an der der international bekannte Maler aus Mallorca Miquel Barceló noch arbeitet. Jahrhunderte der mallorquinischen Kunst reichen sich in diesem kollektiven Kunstwerk La Seu die Hand.In der Nähe der Kathedrale befindet sich der Palau de la Almudaina, einst Palast der Könige Mallorcas. Das Gebäude ist eine Mischung aus maurischer und christlicher, mittelalterlicher Kunst. In der Gegenwart wird hier die spanische Königsfamilie empfangen. Unter diesen beiden Monumenten liegt der Parc de la Mar, ein Park, in dem die Bürger von Palma spazierengehen, sich Konzerte anhören oder sich anderen Freizeitbeschäftigungen widmen, während sie den wunderschönen Teich betrachten, in dessen Wasser sich die Kathedrale spiegelt.

Der Architekt Guillem Sagrera, der als Lehrling an der Kathedrale arbeitete, entwarf Sa LLotja, ein wundervolles Gebäude mit feinen Säulen neben dem Consolat del Mar, das zur Zeit der Sitz der autonomen Regierung ist. Beide Gebäude sind in Stein gehauene Zeugnisse der Bedeutung, die das Meer für die Stadt hatte. Jedoch wurde Guillem Sagrera der Unzuverlässigkeit seiner Landsleute leid, wenn es um die Bezahlung ging, und er ging nach Neapel. Das war nicht verwunderlich, denn die Beziehung zu Italien wurde in vielen Aspekten enger. Das beweisen die weiten, offenen gotischen Innenhöfe der Altstadt: Can Oleza, Can Oleo, Can Catlar, Can Berga, Can Morei... Die Burg von Bellver, von deren Mauern aus man auf die ganze Bucht und Stadt schauen kann, ist mit ihrem runden Grundriss ein weiterer Beweis für diese enger werdende Beziehung.

La Palma kann den alten Bezeichnungen nach in Canamunt und Canavall (der obere und untere Teil) unterteilt werden, die sich am alten Lauf des Gebirgsflusses Sa Riera treffen. Die Altstadt ist der Teil der Stadt, in der sich die meisten Schätze verbergen: die unzähligen Kirchen(Santa Eulària, Sant Jaume, Monti-sion...), der gotische Kreuzgang von Sant Antoniet, die Arabischen Bäder, die versteckten Innenhöfe... Und im Herzen der Stadt, Cort(das Rathaus) mit seiner Renaissance-Fassade, der Palau del Consell mit neogotischer Fassade, und dann die Placa Major, die immer voller Kunsthandwerker und Straßenkünstler ist, der Modernismus des Gran Hotel, Can Casasayas,"El Águila", can Corbella, Can Forteza Rey...

Auch die Viertel Es Molinar, El Terreno und Santa Catalina sind einen Besuch wert. El Terreno war einst eine edle Wohngegend, wie man an den prachtvollen Häusern sehen kann, in der Künstler wie Rubén Dario, Gertrude Stein, Camilo José Cela, Albert Vigoleis usw. Zuflucht suchten oder lebten.

Es Molinar und Santa Catalina waren hingegen einfache Viertel, die vor allem vom Meer geprägt sind, und in denen man die vorzügliche Gastronomie der Insel genießen kann.    

Eine weitere Attraktion von Palma sind die zahlreichen Kunstgalerien und Kulturzentren (Grand Hotel, Sa Nostra, Flassaders, Misericòrdia...), die die kulturelle Szene der Stadt prägen. Etwas weiter von der Stadtmitte entfernt befindet sich die Fundació Joan Miró, die dem Besucher eine Reihe interesaanter Aktivitäten und Werke des großen Malers Joan Miró bietet, der die Insel über alles liebte. Auch das Nachtleben in der Umgebung von Sa LLotja, in Gomila oder im Sporthafen im Zentrum der Bucht ist reizvoll und abwechslungsreich.